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Chef Hans-Jürgen Glatz smiles warmly in the restaurant's rustic wooden dining room.
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Wo sich Wintermärchen und feine Küche die Hand reichen

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Im Gasthaus Hüsy in Blankenburg treffen ehrliche Simmentaler Küche und filigrane Scherenschnitt-Kunst aufeinander – ein Genuss für Gaumen und Seele.

Dort, wo die Berge des Simmentals in den Abendhimmel ragen und die Luft nach frischem Holz und Gebirgskräutern duftet, liegt ein Ort, der mehr ist als bloss eine Einkehr. Zwischen den Tischen eines urigen Gasthauses hängt die Stille vergangener Zeiten, unterbrochen nur vom Klirren eines Glases oder dem leisen Raunen der Gäste. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt an den Wänden eine Welt aus filigranen Schatten und Papier – eine Kunst, die hier nicht nur ausgestellt, sondern gelebt wird. Im Hüsy von Blankenburg wird der Genuss am Tisch mit der Andacht vor dem Scherenschnitt zu einem einzigen, unvergesslichen Erlebnis verwoben.

Traditional Swiss chalet exterior with green shutters, red geraniums, and a cantonal flag.

Hans-Jürgen Glatz ist ein Gastgeber, wie man ihn selten findet. Zusammen mit Marianne hat er das Hüsy zu einem Refugium gemacht, das zwei Leidenschaften auf eindrückliche Weise vereint. Die eine gehört der traditionellen, ehrlichen Küche, die andere der hohen Kunst des Scherenschnitts. Diese Verbindung ist keine zufällige; sie entspringt einer Haltung, die im Handwerklichen das Schöne und im Alltäglichen das Besondere sucht. Wenn sich die Türen öffnen, betritt man nicht einfach ein Restaurant – man betritt eine Galerie mit Tischen, ein Wohnzimmer mit Geschichte, einen Ort, an dem Zeit eine andere Bedeutung bekommt. Die Ruhetage von Montag bis Mittwoch sind dabei keine Bequemlichkeit, sondern eine bewusste Entscheidung: Zeit zum Nachschärfen der Scheren, zum Neuordnen der Gedanken und für die Vorbereitung auf die Gäste, die von Donnerstag bis Sonntag kommen, um zu verweilen.

Ein Fest für die Augen: Die Kunst an den Wänden

Während draussen der Wind um die Hügel streicht, erzählen drinnen Hunderte von Papierarbeiten ihre Geschichten. Die Kunst im Hüsy ist keine Deko, sie ist Programm. Die Sammlung umfasst sowohl zeitgenössische Positionen als auch historische Meisterwerke, wobei die laufende Frühlings-Ausstellung den Altmeistern Christian Schwitzgebel und David Regez gewidmet ist. Neben diesen Klassikern des Genres sorgt ein besonderes Werk des Gastgebers selbst für Staunen: das «Simmentaler Mandala». Es ist ein filigranes Kreisgebilde, das die Landschaft und die Mythen des Tals in sich aufnimmt und beweist, dass die Tradition des Scherenschnitts auch im 21. Jahrhundert nichts an Kraft und Innovationsgeist verloren hat. Die Kunstwerke sind nicht nur zum Anschauen da – sie sind auch käuflich, was den Besuch zu einer Entdeckungsreise macht, bei der man vielleicht ein Stück dieser besonderen Atmosphäre mit nach Hause nehmen kann.

Candlelit restaurant table with red wine glasses, a wine bottle, and folded white napkins.

Eine Küche mit Ecken und Kanten

Doch das Hüsy wäre nicht das Hüsy, täte es nur die Augen satt. Die Küche versteht sich als Hommage an die Region, ohne dabei in Klischees zu verharren. Hier wird gekocht, was die Jahreszeit hergibt, wobei die Zutaten oft von Bauern aus der Nachbarschaft stammen. Die Speisekarte ist überschaubar, aber fein abgestimmt – ein Spiegelbild der Gastgeber, die lieber wenige Dinge perfekt machen, als vieles mittelmässig. Zu den hausgemachten Klassikern gesellen sich kreative Interpretationen, die zeigen, dass die Wirtshaustradition lebendig ist. Man spürt, dass hier jemand am Herd steht, der mit Respekt vor dem Produkt arbeitet und mit Freude am Experiment. Ein Abend im Hüsy ist darum eine Einladung, den Gaumen zu verwöhnen und gleichzeitig den Geist zu nähren – ein Zusammenspiel, das so harmonisch ist wie die feinen Papierarbeiten an den Wänden.

Ein Ausflug, der bleibt

Wer sich auf das Hüsy einlässt, dem bietet sich eine Gelegenheit, die weit über den üblichen Restaurantbesuch hinausgeht. Es ist der Ort, an dem eine Galerie zum Treffpunkt wird, an dem ein Konzert den Nachmittag krönt und an dem die Zeit zwischen Speisekarte und Ausstellungskatalog wie im Flug vergeht. Ob man nun von weither anreist oder zufällig vorbeikommt – die Gastgeber verstehen es, jeden Besucher in ihren Bann zu ziehen. Die Verbindung aus der Beschaulichkeit des Gasthauses, der Klarheit der zeitgenössischen Kunst und der Wärme echter Gastlichkeit machen das Hüsy zu einem Juwel, das man gesehen haben muss, um zu begreifen, wie bereichernd ein solches Zusammenspiel sein kann. Es ist ein Versprechen, das man gerne gibt: Man wird wiederkommen. Vielleicht im Sommer, vor den grossen Betriebsferien, oder im Herbst, wenn das Licht über dem Simmental besonders golden wird und die Scherenschnitte ihre feinen Schatten in die Länge ziehen.

Circular Scherenschnitt mandala with concentric rings of cows, flowers, and a central tree.

Restaurant Galerie Hüsy

Website besuchen

Das Hüsy – das Restaurant für Genuss und Kultur

Hüsy-Stutz 1

3771 Blankenburg, Schweiz

033 722 10 56
www.huesy.ch/

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