Auf 1944 Metern thront das Berggasthaus Casanna über dem Fondei – ein Walserhaus von 1730, das mit ehrlicher Alpenküche und herzlicher Gastfreundschaft begeistert.
Es gibt Orte, die spürt man schon beim ersten Atemzug. Oben, wo die Luft dünner wird und der Blick über die Bündner Berge bis zum Horizont wandert, liegt das Berggasthaus Casanna – ein hölzernes Bollwerk der Gastlichkeit auf 1944 Metern. Hier ist der Himmel nah, die Wege sind weit, und die Vorfreude auf eine Einkehr wächst mit jedem Schritt. Schon von weitem lockt der Duft von Holzfeuer und frischer Bergküche, als würde das Haus selbst ein Willkommen rufen.
Ein Haus mit Geschichte

Die Wurzeln der Casanna reichen tief. Das Walserhaus, das heute Gäste aus aller Welt beherbergt, wurde 1730 erbaut und thront seither über der Walsersiedlung Strassberg. In der getäferten Stube, wo das Holz dunkel glänzt, erzählen Balken und Türen von Generationen, die hier oben gelebt, gearbeitet und gewirtet haben. Seit 1934 steht das Haus im Zeichen der Gastfreundschaft – eine Familiengeschichte, die Carmen Menegon und Thomas Lauer mit Respekt und Herzblut weitererzählen. Sie sind die Hüter eines Ortes, der nie ein Museum war, sondern immer lebendig blieb: ein Rastplatz für alle, die den Weg nach oben suchen.
Kulinarik mit Alpenweite

Was die Casanna kulinarisch bietet, ist keine stilistische Extravaganz, sondern ehrliche Alpenküche mit Charakter. Das Repertoire reicht von kräftigen Suppen über hausgemachte Teigwaren bis zu traditionellen Bündner Spezialitäten, die nach langen Tagen in der Höhe genau richtig tun. Ob Capuns, Bündner Gerstensuppe oder ein Stück hausgemachter Kuchen – alles trägt die Handschrift derer, die hier oben wirken. Produkte aus der Region, eine Prise Handwerk und viel Zeit – so entstehen Gerichte, die satt machen und glücklich zugleich. Dazu ein Glas Wein, der Blick auf die unverbaute Weite, und der Tisch wird zur Bühne für Momente, die man nicht vergisst. Gekocht wird, was zur Saison passt; improvisiert wird selten, aber wenn, dann mit Überzeugung.
Ein Ort für alle Jahreszeiten

Die Casanna ist aber mehr als nur eine Adresse für Feinschmecker. Sie ist Ausgangspunkt für Touren, Ziel von Wanderungen und Rastplatz für Mountainbiker. Im Winter ziehen Skifahrer ihre Spuren durch den Pulverschnee, Schneeschuhgänger und Tourengeher finden hier oben das ideale Terrain. Im Sommer locken die Wege durch das Fondei, eines der ursprünglichsten Täler der Region. Wer hier einkehrt, ist Teil einer Gemeinschaft, die keine Termine kennt, aber den Takt der Berge. Die Gastgeber heissen jeden willkommen – vom ersten Kaffee am Morgen bis zum letzten Sonnenstrahl am Abend. Der Aufenthalt wird zum Erlebnis, weil er einfach ist. Und genau darin liegt seine Besonderheit.
Ein Stück gelebte Tradition
Wer die Casanna besucht, nimmt mehr mit als eine schöne Erinnerung. Er spürt, wie ein Haus über Jahrhunderte seinen Charakter bewahrt hat und sich trotzdem jeden Tag neu erfindet. Carmen Menegon und Thomas Lauer setzen diese Geschichte fort – bescheiden, herzlich, mit einer Selbstverständlichkeit, die man nur in den Bergen findet. Die Einladung steht: Hinaufzusteigen, Platz zu nehmen und zu geniessen, was die Höhe so einzigartig macht: Ruhe, Weite und das Gefühl, willkommen zu sein.
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Herzlich willkommen auf 1944 Meter Höhe!


