Odyle Andrey verwöhnt in der historischen Cour de Berne in La Neuveville mit saisonaler Regionalküche – ein Genusserlebnis mit Geschichte.
Die La Neuveville, ein mittelalterliches Juwel am Ufer des Bielersees, hat einen Ort, an dem die Vergangenheit lebendig wird, die Gegenwart schmeckt und die Zukunft feierlich begrüsst wird. Nur wenige Schritte vom Wasser entfernt, öffnet sich im Herzen der Altstadt eine Tür, die in eine Welt voller Gastlichkeit und Genuss führt. In einem historischen Gemäuer, das seit fast vier Jahrhunderten Geschichten erzählt, treffen uriger Charme und kulinarische Frische aufeinander. Hier, wo einst Mönche ihre Weinkeller füllten, geniessen heute Gäste die Früchte der Region, verwöhnt von einer Gastgeberin, deren Herz für ihre Heimat und deren Seele für gutes Essen schlägt. Es ist ein Haus, das zum Verweilen einlädt, das die Sinne anspricht und das bei jedem Besuch ein neues Kapitel seiner eigenen, langen Geschichte aufschlägt.
Hinter dem kulinarischen Konzept steht eine Frau, die man als lebendiges Denkmal der Neuveville bezeichnen könnte: Odyle Andrey. Aufgewachsen in dieser Gemeinde, ist sie zutiefst verwurzelt in der Kultur und den Traditionen ihrer Heimat. Ihre Küche ist eine Liebeserklärung an das, was die Region zu bieten hat. Sie kocht familiär, bodenständig und dennoch überraschend. Die Philosophie von «À Table Odyle» ist einfach und gleichzeitig genial: Die Speisekarte richtet sich nach den saisonalen und regionalen Produkten. Alles wird von Hand gemacht, mit Liebe zum Detail und einem Gespür für die klassischen Aromen der Schweizer Küche. Odyle Andrey kreiert keine sterilen Gourmet-Kompositionen, sondern ehrliche, geschmackvolle Gerichte, die Vertrauen schaffen und Erinnerungen wecken – so wie das beste Sonntagsessen bei der Grossmutter, nur eben professionell interpretiert und im stimmungsvollen Ambiente eines historischen Gewölbes serviert.



Das Angebot in der Cour de Berne ist so vielfältig wie die Gäste, die hier verkehren. Die Menüs sind sorgfältig zusammengestellt und bieten für jeden Anlass das Passende: Ob das klassische Drei-Gang-Menu für ein elegantes Dinner, das erweiterte Menu mit Apéro für die Geschäftsfeier oder das grosse kulinarische Erlebnis mit doppelter Vorspeise für besondere Jubiläen – die Auswahl ist geprägt von Abwechslung und Qualität. Zudem versteht es die Küche meisterhaft, regionale Spezialitäten in den Vordergrund zu stellen. Themenabende wie die Jagd, die Bouchoyade oder ein Abend rund um die Saucisse au Marc sind nicht einfach Essen, sondern kulturelle Ereignisse, bei denen die Tradition des Seelandes aufgelegt und gefeiert wird. Dazu kommen die verführerischen Apéro-Arrangements, von der kleinen Auswahl an Häppchen bis zum opulenten Apéro dinatoire. Ergänzt wird das Angebot durch erlesene Tropfen vom Weingut der Stadt Bern – Bioweine aus der Nachbarschaft, die perfekt zu den Kreationen von Odyle Andrey passen.
Ein Ort der Begegnung und Feierlaune


Die Cour de Berne ist aber weit mehr als nur ein Restaurant. Sie ist eine Bühne, eine Plattform und ein Wohnzimmer für die Dorfgemeinschaft. Wer in die historischen Räumlichkeiten eintaucht, spürt sofort die Energie und die Herzlichkeit, die diesen Ort auszeichnen. Das Haus versteht sich als Kristallisationspunkt für öffentliche wie private Anlässe. Von Konzerten über Märkte bis hin zu Degustationen – die Räumlichkeiten bieten den perfekten Rahmen. Für private Feiern wie Hochzeiten, Taufen oder Familienfeste kann die Location exklusiv gemietet werden, ausgestattet mit moderner Technik wie Beamer, WLAN und Soundanlage.
Ein Schluck Geschichte: Das Vermächtnis der Mönche und die Vision der Winzer
Die Seele der Cour de Berne ist jedoch unweigerlich mit ihrer Geschichte verbunden. Erbaut im Jahr 1631 vom Kloster Bellelay, diente das Gebäude jahrhundertelang als Weinkeller. Bis 1970 lagerten hier die Weine des Berner Staatsweinguts, bevor die Produktion in modernere Räumlichkeiten verlegt wurde. Heute lebt dieser Geist weiter. Die Zusammenarbeit zwischen der Küche von Odyle Andrey und dem biologisch zertifizierten Weingut der Stadt Bern ist eine Symbiose, die auf alten Fundamenten neue Massstäbe setzt. Wenn man durch die Räume geht und den riesigen, historischen Presskörper betrachtet, ahnt man, welch lange Tradition hier gepflegt wird. Die Weine – von knackigen Chasselas über elegante Pinot Noirs bis hin zu den modernen PIWI-Sorten – erzählen die Geschichte des Bodens, des Sees und der Hingabe der Winzer. So vereint die Cour de Berne das Beste aus zwei Welten: den historischen Charme eines ehrwürdigen Ortes und die vitale, innovative Kraft einer kulinarischen Zukunft, die in der Heimat verwurzelt ist. Ein Besuch hier ist wie eine Zeitreise, die man mit allen Sinnen geniesst – und die man so schnell nicht vergisst.
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