g’nuss in St.Gallen wagt eine leichtere Patisserie: weniger Zucker, mehr Geschmack. Entdecke die neue süsse Handschrift von Stefan Bischof.
Wer in der östlichen Altstadt von St.Gallen ein wenig abseits der bekannten Wege geht, entdeckt ein Haus, das auf den ersten Blick unscheinbar wirken mag – und auf den zweiten eine ganze Welt aus Geschmack und Gastlichkeit birgt. Die Rede ist von g’nuss, einem Kaffee-Restaurant-Delikatessen-Laden, der seit Jahren für feine Patisserie, Sandwiches, Glaces und Schokolade-Kreationen bekannt ist. Inhaber Stefan Bischof versteht sich als Patisseur, der nie stillsteht. Nun wagt er etwas, das man in diesem Handwerk selten sieht: eine grundlegende Neuausrichtung – hin zu einer Patisserie, die leichter ist und trotzdem mehr denn je nach Genuss schmeckt.

Ein Bekenntnis zur leichteren Süsse
Bei g’nuss werden die süssen Kreationen seit 10 Jahren ausschliesslich nach dem B-CONCEPT hergestellt. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Methode, die auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt: weniger Fett, weniger Zucker, weniger Kalorien – und gleichzeitig intensiver Geschmack, eine leichtere Konsistenz und eine bessere Verdaulichkeit. Genau das ist der Kern von Stefan Bischofs Arbeit: Der Genuss soll nicht kleiner, sondern klarer werden. Reduktion als kreativer Prozess, nicht als Verzicht.
Wer ein Stück dieser neuen Patisserie probiert, spürt, wie viel Überzeugung darin steckt. Die Aromen kommen schneller zum Vorschein, die Textur wirkt luftig, fast tänzerisch, und nach dem letzten Bissen bleibt kein schweres Gefühl zurück. Es ist eine Süsse, die man nicht bereut, sondern weitererzählen möchte.

Hausgemacht, regional, mit Haltung
Trotz aller Leichtigkeit setzt g’nuss weiterhin auf das, was das Haus schon immer ausgezeichnet hat: die eigene Herstellung. Alles, was in der Vitrine liegt, wird vor Ort gemacht – mit hochwertigen Zutaten aus der Region. Dazu kommen Partner, die das Team mit ihren Produkten unterstützen, und ein eingespielter Kreis von Mitarbeitenden, die täglich dafür sorgen, dass aus den Ideen des Patisseurs fertige kleine Kunstwerke werden.


Claudia Bischof, Inhaberin und Chef de Service, führt den Service mit derselben Genauigkeit, mit der ihr Mann am Patisserie-Tisch arbeitet. So entsteht ein Zusammenspiel, das man in dieser Selbstverständlichkeit nur selten findet: Niemand steht hier nur hinter der Theke, alle stehen hinter dem, was in der Vitrine liegt. Das schmeckt man, und das spürt man.
Samstags wird die Brunch-Karte zur Bühne
Besonders schön zeigt sich diese Haltung am Samstagmorgen. Zwischen 8 und 13 Uhr verwandelt sich das Kaffeehaus in eine Brunch-Adresse, die weit über die Vitrine hinausdenkt. Zusätzlich zu den süssen Klassikern kann man sich quer durch die Brunch-Karte essen – und dabei dürfen der legendäre Escribà, der Nazaré und der Chichén Itzá nicht fehlen, Gebäcke, die in St.Gallen längst Kultstatus haben. Aber auch die herzhaften Bagels und die luftige Patisserie machen den Samstag zu einem kleinen Ritual.

Wer mag, lässt sich vorab vom Patisserie-Flyer inspirieren, doch eigentlich genügt ein Blick in die Vitrine: täglich frisch, mit viel Liebe zubereitet und immer für eine Überraschung gut. So wird der Samstag nicht einfach zu einem Termin im Kalender, sondern zu einem Moment, auf den man sich freut.
Ein Kaffeehaus zum Verweilen und Staunen
Das Ambiente des Hauses ist geprägt von genau dieser Mischung aus Charme und Bodenständigkeit. Der Laden liegt im Kopfgebäude zwischen zwei Gassen der östlichen Altstadt und ist ein Kaffeehaus, wie es heute selten geworden ist. Hier darf man sitzen bleiben, den Duft der frischen Patisserie einatmen und zusehen, wie das Team zwischen Tischen und Theke seinen Rhythmus findet.
Es ist diese Verbindung aus Handwerk, Gastfreundschaft und einer Prise Neugier, die g’nuss so besonders macht. Wer einmal in diese Welt eintaucht, versteht sofort, warum Patisserie in St.Gallen gerade ein bisschen leichter geworden ist – und zwar ohne an Charakter zu verlieren.
Der feine Unterschied



