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Three friends laughing aboard a red rail-bike gliding through lush Swiss countryside, perfectly capturing the joy of Schienenvelo's signature experience.
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17. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Schienenvelo, Bogenschiessen und Grillfeuer am Witteberg bei Laupen: ein analoger Erlebnistag für Familien, Firmen und Freundesgruppen.

Ein rostiges Gleis, das sich durch sattes Grün schlängelt, der Duft von frisch gemähtem Gras mischt sich mit dem Knirschen der Pedalen. Windstösse tragen das Lachen einer Gruppe, die auf ihren Schienenvelos der alten Eisenbahntrasse folgt. Links der renaturierte Bachlauf, rechts lichte Wälder, und irgendwo da vorn, am Wendepunkt „Witteberg“, warten Spiele, Grillfeuer und eine Tafel, die zum Verweilen einlädt. Dies ist kein gewöhnlicher Ausflug; dies ist ein Tag, an dem die Uhr anders tickt – analog, sinnlich und voller kleiner Abenteuer.

Was 2001 als Idee begann, ist heute ein Sehnsuchtsort für Familien, Firmen und Freundesgruppen: die Schienenvelo.ch GmbH in Laupen. Zwischen Bern, Freiburg und Neuenburg gelegen, hat sich das Team um Erich Scheidegger und Rozae L. Diebold darauf spezialisiert, Menschen auf eine Reise in eine „spürbar analoge Welt“ zu schicken. Die Philosophie: digital planen, aber analog erleben. Das heisst, die Organisation läuft unsichtbar im Hintergrund, während die Gäste vor Ort das pure Erleben geniessen – ohne Bildschirm, ohne Hektik, nur mit dem eigenen Muskelkraft-getriebenen Gefährt und der Vorfreude auf das, was kommt.

Die stillgelegte Bahnstrecke entlang der Sense ist die Bühne. Vom Bahnhof Laupen aus startet die Nostalgie-Expedition, vorbei an Auen und Bachläufen, bis zum Wendepunkt Witteberg. Dort, wo einst Züge hielten, treffen heute Schienenvelos auf Bogenschützen, Armbrustschützen und Blasrohr-Talente. Doch damit nicht genug: Auch bodenständige Klassiker wie Plauschhornussen, Platzgen, Kegeln auf der Naturbahn oder ein gemütliches Gartenschach stehen auf dem Programm. Es ist diese Mischung aus Bewegung, Natur und spielerischem Wettstreit, die die besondere Atmosphäre ausmacht – und die sich nahtlos mit dem kulinarischen Angebot verbindet.

Verpflegung ist hier mehr als eine Zwischenmahlzeit. Sie ist Teil des Erlebnisses. Für kleinere Gruppen gilt: Selbstverpflegung ist gerne gesehen, die Infrastruktur mit WC, Tischen, Feuerstellen und sogar einem Mühlespiel steht bis acht Personen kostenlos zur Verfügung. Doch wer das volle Programm will, setzt auf das Catering des Hauses – und das hat es in sich. Ab zwanzig Erwachsenen wird der Grill angeheizt: „gegrillte Fleischspezialitäten“ mit saisonalen Salaten und geschwellten Kartoffeln, oder eine Spaghetteria mit drei hausgemachten Saucen. Für alle, die es sich besonders einfach machen möchten, gibt es Pizza zum Selbstbelegen – ab vierundzwanzig Personen, gebacken vom Profi.

Was die Angebote verbindet, ist der regionale Anspruch: Die Produkte stammen aus der Schweiz, verarbeitet mit Sorgfalt und nach Saison. Vom 1. Oktober bis 31. März wartet zudem eine winterliche Spezialität auf grosse Gruppen: Fondue oder Raclette für mindestens zwölf Erwachsene. Wer alleine oder in kleiner Runde kommt, kann am Kiosk Getränke und Snacks kaufen – und wenn gerade eine Catering-Gruppe vor Ort ist, darf man sich sogar demselben Menü anschliessen. Diese Flexibilität macht den Witteberg zu einem Ort, an dem sich jeder nach seinem eigenen Takt bewegen kann.

Team-Events, die Geschichten schreiben

Die eigentliche Kunst des Hauses liegt jedoch in der Inszenierung von Teamanlässen. „Es gibt kein fixes Element“, betont das Team – jeder Anlass wird nach den Wünschen der Gruppe geformt. Wer möchte, lässt das Schienenvelo weg; wer will, kombiniert Spiele, Essen und Fahrt zu einem ganzen Tag. Die Beispiele sprechen für sich: Eine Gruppe startet mit dem Schienenvelo-Programm, erreicht den Witteberg, nimmt am Bogenschiessen teil und krönt den Tag mit einem Grillplausch. Eine andere wählt die Spaghetteria mit Blasrohrschiessen, eine dritte verbindet Armbrust und selbst belegte Pizza.

Ganz besonders ist das Erlebnis „Kochen in der Natur“: Ab zwanzig Teilnehmenden wird die Gruppe zur Crew. Nach der Schienenvelo-Fahrt gilt es, ein Camp zu errichten, das Fleisch mit Pfeil und Bogen zu „jagen“ und die Mahlzeit in kleinen Teams zuzubereiten. Salate, Marinaden, Risotto, Dessert – alles entsteht gemeinsam über dem Feuer. Die Basis liefert die Dorfmetzg Jaun AG aus Neuenegg. Wer die erforderliche Treffsicherheit nicht hat, muss an diesem Tag eben vegetarisch essen – eine charmante, augenzwinkernde Regel, die den Teamgedanken spielerisch fördert. Am Ende bleibt mehr als nur eine gestärkte Gruppe: Es bleibt das Gefühl, etwas gemeinsam geschaffen zu haben.

Ein Tag, der nachwirkt

Die Betreiber wissen: In einer Zeit, in der alles digital und beschleunigt ist, sehnen sich viele nach Echtheit, nach Berührungspunkten mit Natur und Handwerk. Genau diese Sehnsucht stillt das Angebot in Laupen. Es ist die Einfachheit der Schienenvelos, die Unmittelbarkeit der Spiele, das Prasseln des Grillfeuers, das gemeinsame Kochen – und die Landschaft, die man mit allen Sinnen aufnimmt. Man verlässt den Witteberg nicht nur satt, sondern auch ein Stück weit leichter. Und das ist vielleicht das grösste Kompliment, das man einem Ausflug machen kann: dass man ihn noch lange im Herzen trägt.

Schienenvelo

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Bahnweg 1

3177 Laupen, Schweiz

026 670 73 83
www.schienenvelo.ch/

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